Franz von Sales http://fvs.dachsberg.at/ Salesianisches Wort zum Tag Wed, 19 Jun 2019 j.angleitner@aon.at 06-12: Das Laster des freventlichen Urteils ist eine geistige Gelbsucht; sie lässt in den Augen der von ihr Befallenen alles schlecht erscheinen. ... Sind deine Affekte, deine Gesinnung gütig, so wird auch dein Urteil gütig sein; sind sie liebevoll, wird auch dein Urteil liebevoll sein. (Philothea III, 28, DASal 1,177) Wed, 12 Jun 2019 06-13: Doch muss man mit einer gewissen Freiheit leben und, wenn es notwendig ist, keine Bedenken haben, von jedem zu lernen und sich die Gaben, die Gott in viele hineinlegt, zunutze zu machen. (Briefe II, DASal 6,93) Thu, 13 Jun 2019 06-14: Die Vollkommenheit der Liebe ist die Vollkommenheit der Seele. (nach Camus, S. 213) Fri, 14 Jun 2019 06-15: So musst auch du immer zugunsten des Nächsten urteilen, soweit es nur möglich ist. Hätte eine Handlung hundert Gesichter, so sollst du das schönste ansehen. (Philothea III, 28, DASal 1,177) Sat, 15 Jun 2019 06-16: Seien wir doch, was wir sind, und seien wir es gut, um dem Meister Ehre zu machen, dessen Werk wir sind (Eph 2,10). (Briefe II, DASal 6,95) Sun, 16 Jun 2019 06-17: Nicht darauf sollte man sehen, wer uns das Wort Gottes vorträgt und erklärt; sondern es soll uns genügen, dass sich Gott dieses oder jenes Predigers bedient, um es uns zu lehren. Und da wir sehen, dass Gott ihn so hoch ehrt, dass Er durch seinen Mund zu uns spricht, wie können wir es da unterlassen, ihn ebenfalls zu ehren, und seine Person zu achten? (nach Camus, S. 215) Mon, 17 Jun 2019 06-18: Das freventliche Urteilen müssen wir in seinen Ursachen bekämpfen. Es gibt Menschen mit verbittertem, essigsaurem, vergrämtem Charakter, die alles bitter und sauer machen, was sie anfassen, und wie der Prophet Amos (6,3) sagt, jedes Urteil mit Wermut tränken, die über den Nächsten nicht anders als mit unerbittlicher Strenge urteilen. (Philothea III, 28, DASal 1,175) Tue, 18 Jun 2019 06-19: Wir müssen Geduld haben mit aller Welt, und in erster Linie mit uns selbst, da wir uns selbst lästiger fallen als irgendein anderer, seitdem wir zu unterscheiden wissen zwischen dem alten und dem neuen Adam, dem inneren und dem äußeren Menschen. (Briefe II, DASal 6,96f) Wed, 19 Jun 2019