Franz von Sales http://fvs.dachsberg.at/ Salesianisches Wort zum Tag Mon, 30 Mar 2020 j.angleitner@aon.at 03-23: Dem größten Geizhals fiele es nicht ein zuzugeben, dass er geizig ist. Er glaubt es auch selbst nicht, denn der Geiz ist ein sonderbares Fieber: je heftiger es brennt, desto weniger fühlt man es. (Philothea III, 14; DASal 1,144) Mon, 23 Mar 2020 03-24: Und wenn wir die Handlungen des Nächsten betrachten, dann sei es nur unter dem günstigsten Gesichtswinkel. Und wenn wir weder die Tat, noch die Absicht eines Menschen entschuldigen können, von dem wir anderseits wissen, dass er gut ist, dann urteilen wir nicht darüber, entfernen wir das aus unserem Geist und überlassen wir Gott die Beurteilung. (Briefe I; DASal 5,381) Tue, 24 Mar 2020 03-25: Es gibt Menschen, die in falscher und kindlicher Demut das Gute, das sie haben, nicht sehen wollen. (Geistliche Gespräche; DASal 2,79) Wed, 25 Mar 2020 03-26: Es ist doch ein Unterschied, ob einer Gift besitzt oder vergiftet ist. Die Apotheker halten fast alle Gifte, um sie nach Bedarf zu verwenden; sie sind aber deswegen nicht vergiftet, denn sie haben das Gift nicht in ihrem Leib, sondern im Laden. So kannst auch du Reichtümer besitzen, ohne von ihnen vergiftet zu sein, dann nämlich, wenn du sie im Haus, auf der Bank, nicht aber in deinem Herzen hast. (Philothea III, 14; DASal 1,143f) Thu, 26 Mar 2020 03-27: Ich muss zugeben, dass mir diese eingebildete Empfindungslosigkeit derer, die es nicht leiden wollen, dass man Mensch sei, immer als richtiges Hirngespinst erschien. (Briefe I; DASal 5,188) Fri, 27 Mar 2020 03-28: Kümmert euch nicht darum, ob euren Mühen die reiche Ernte beschieden wird, die ihr erwartet. Von euch verlangt man nur das Bestellen des ausgedorrten, unfruchtbaren Erdreiches, nicht den Ertrag. Man fragt nicht, ob ihr geerntet, sondern nur, ob ihr euch um sorgfältige Aussaat bemüht habt. (Geistliche Gespräche; DASal 2,89) Sat, 28 Mar 2020 03-29: Nie hat einer zugegeben, geizig zu sein; jeder weist diese niedrige und hässliche Gesinnung von sich. Man entschuldigt sich mit der drückenden Kinderlast oder mit der Klugheit, die verlange, dass man über Besitz verfügen kann. Aber nie hat man genug, immer hält man noch mehr für nötig. (Philothea III, 14; DASal 1,144) Sun, 29 Mar 2020 03-30: Guten Abend, meine Tochter, Gott sei immer unser Alles. Ich bin in ihm mehr der Ihre, als ich jemals in dieser Welt ausdrücken könnte, denn für eine solche Liebe gibt es hier keine Worte. (Briefe I, DASal 5,193) Mon, 30 Mar 2020